ICP-OES: Wir modernisieren unser Labor

Mit dem Umstieg von einem AAS auf ein ICP-OES verbessern wir unser Labor hinsichtlich Analytik, Arbeitssicherheit und Umweltleistung.

Analytik

Unser AtomAbsorptionsSpektrometer hat uns viele Jahre verlässliche und genaue Analytik ermöglicht. Mit Einführung der optischen Emissionsspektrometrie (Inductively Coupled Plasma Optical Emission Spectrometry) in unserem hauseigenen Labor gehen wir noch einen Schritt weiter. Das 10.000 K heiße Argonplasma und die empfindliche Sensorik ermöglichen uns geringere Nachweisgrenzen und höhere Genauigkeiten bei der Überprüfung Ihrer Wasserwerte.

Die simultane Messung vieler Elementkonzentrationen ermöglicht uns eine schnelle und effiziente Bestimmung der allermeisten Parameter. Elemente, die sonst durch Photometrie oder Titration per Hand bestimmt werden mussten, werden nun automatisch in wenigen Sekunden miterfasst.

Arbeitssicherheit

Ein Atomabsorptionsspektrometer atomisiert die zu analysierenden Elemente mithilfe einer 2800°C heißen offenen Acetylen-Lachgas-Flamme. Kommt es zu einem Defekt im Gerät oder zu starker Verunreinigung des Brenners, kann es zu einem Flammenrückschlag kommen. Das Gerät muss also dauerhaft unter Beobachtung betrieben werden.

Beim neuen ICP OES wird Argon mithilfe einer Spule induktiv angeregt. Da Argon ein Edelgas und nicht brennbar ist, besteht das Argonplasma nur in unmittelbarer Umgebung der Spule in einer abgesicherten Plasmakammer. So kann das neue Gerät unbeaufsichtigt und sogar über Nacht messen.

Umweltleistung

Bei der Verbrennung eines Kilogramms Acetylen entstehen 3,38 Kilogramm Kohlendioxid. Wird das Oxidationsmittel Distickstoffmonoxid (Lachgas) nicht vollständig reduziert, wirkt auch dieses als Treibhausgas (etwa 300-mal Klimaschädlicher als CO2). Zusätzlich muss zur Lagerung des Acetylens dauerhaft eine Belüftung betrieben werden, um ein explosionsfähiges Gasgemisch in Innenräumen zu verhindern.

All das fällt weg, da unser neues ICP-OES nur mit dem Edelgas Argon betrieben wird. Das Argon wird induktiv zu einem Plasma angeregt und fällt danach schnell in seinen Grundzustand zurück. Es reagiert mit keinem anderen Stoff und wird als elementares Argon in die Umwelt entlassen. Argon ist ein natürlicher Bestandteil unserer Atmosphäre, ist ungiftig und hat keine Auswirkungen auf unser Klima.

Da Argon nicht brennbar ist, ist keine Belüftung des Lagerschranks notwendig, was zu einer deutlichen Energieeinsparung führt.

Zusätzlich können wir zukünftig auf viele Reagenzien für Photometrie und die Titration verzichten und produzieren so weniger Chemieabfälle.